
|

Welche Sorten Spekulatius gibt es?
Was für die Kinder der Pfefferkuchen ist, ist der Spekulatius für Eltern: Das würzige Mandelgebäck gilt als Dauerbrenner unter den weihnachtlichen Erwachsenenkeksen. Es ist nicht zu süß, nicht zu niedlich und macht auch optisch etwas her.
Kindern ist sein Geschmack meistens eine Spur zu eigenwillig. Traditionelle Wintergewürze lassen den Spekulatius auf unverkennbare Art duften und zaubern sofort das Wort "Weihnachten" in die Köpfe seiner Fans. Spekulatius kann übrigens auch ohne wertvolle Model selbst gebacken werden - und das ist gar nicht mal schwer.
Der Spekulatius ist ein Nordstern: Seinen Ursprung hat er in Holland und dem nördlichen Rheinland. Die Niederlande gelten heute noch als Hochburg der Spekulatius-Bäckerei. Früher wurde das fein geformte Gebäck, das in aufwändig gearbeiteten Holzmodeln zu fingergroßen, verzierten Figuren ausgearbeitet wird, traditionell zum Nikolaustag am 6. Dezember hergestellt und verkauft.
Heute gehört es zu den Vorreitern der großen weihnachtlichen Süßwarenarmada und gelangt wegen seiner guten Haltbarkeit bereits Ende September in die Keksabteilungen der Supermärkte. Auf zu viele Experimente wird bei der Produktion verzichtet. Spekulatius gibt es in drei Sorten: Gewürzspekulatius, Mandelspekulatius und Butterspekulatius.
Im Gewürzspekulatius ist das Dreigestirn Kardamom, Nelke und Zimt besonders deutlich herauszuschmecken. Beim Mandelspekulatius haften zusätzlich Mandelblättchen an der Unterseite, während der Butterspekulatius kross und knusprig ausfällt.
Über den Namensursprung streiten die Gelehrten sich: Die einen behaupten, Spekulatius leite sich von dem lateinischen Wort speculum ab, welches "Spiegel" bedeutet und auf das seitenverkehrte Holzmodel-Backen hinweist. Andere glauben, die lateinische Bezeichnung für Bischof sei verantwortlich für den wohlklingenden Namen: speculator heißt nämlich Aufseher und Beobachter.
Rezept Spekulatius
Die kunstvollen Kekse lassen viele Hobbybäcker in Ehrfurcht erstarren - dabei ist es gar nicht schwierig, Spekulatius selbst herzustellen. Der Teig lässt sich gut gekühlt problemlos ausstechen und muss nicht zwingend in Modeln gebacken werden. Für den Teig werden zunächst 200 g weiche Butter, zwei Teelöffel Zimt, 1 Teelöffel fertiges Lebkuchengewürz - das gibt es im Supermarkt - , etwas Muskatblüte und Kardamom miteinander zu einer schaumigen Masse verrührt. 125 g Zucker und 2 Eier hinzugeben und mit 300 g Mehl, einem halben Teelöffel Backpulver und 100 g geriebenen Mandeln zu einem festen Teig verkneten.
Anschließend muss der Teig mindestens zwei Stunden kühl gestellt und so kühl wie möglich verarbeitet werden - deshalb am besten immer nur eine Scheibe abschneiden, ausrollen, die Formen ausstechen und dann die nächste Portion Teig aus dem Kühlschrank nehmen.
Wer echte Spekulatius-Model besitzt, kann diese natürlich verwenden, indem er sie bemehlt und vorsichtig in den Teig drückt. Den Inhalt der Formen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech fallen lassen und bei 180 Grad ca. eine Viertelstunde lang backen.
Soll der Teig mit normalen Formen ausgestochen werden, sollte er sehr dünn sein. Das gelingt gut, wenn er zwischen zwei Klarsichtfolien mit kräftigen Bewegungen platt gewalzt wird. So muss nicht mit einer Übermenge an Mehl gearbeitet werden und die Spekulatius-Kekse bleiben herrlich knusprig. Zum Aufbewahren werden sie in blecherne Keksdosen geschichtet.
weitere Rezepte zum Backen:
Nusskonfekt - herrlich knusprig
Eierlikörtorte
Unser Shoppingtipp:
Elisenlebkuchen und essbare Fotos für Torten aus Nürnberg bekommen Sie in der Konditorei Knöchelmann
Lesen Sie auch:
Mamma mia! Italienische Pasta macht satt und glücklich
Ernährungstipps für groß und klein
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
|