
|

Infos über Fruchtzucker
Oftmals versucht man, den Genuss von fettreichen Speisen in den Folgetagen durch viel Obst auszugleichen. Prinzipiell ein guter Gedanke, aber nur allzu oft stellen sich schnell Beschwerden wie Rumoren im Darm, schmerzhafte Blähungen und Durchfall ein. Was ist passiert?
Unverträglichkeit ist nicht gleich Unverträglichkeit
Dieses Phänomen ist leider weit verbreitet. Rund 15% der Bevölkerung leiden unter einer verminderten Fähigkeit des Darms, Fruchtzucker optimal zu verdauen. Das erstreckt sich von einer gelegentlichen Einschränkung bis hin zur kompletten Unverträglichkeit. Da Fruchtzucker mittlerweile immer öfter in Fertig-Lebensmitteln und Getränken zu finden ist, nimmt das Problem sogar weiter zu.
Ursache für diese Beschwerden ist der Mangel eines bestimmten Transportstoffes im Dünndarm. Dieser sollte an sich dafür sorgen, dass der Fruchtzucker in die Blutbahn gelangt. Mangelt es an diesem Stoff, gelangen die Obstreste halbverdaut in den Dickdarm, wo sich sofort die dort ansässigen Bakterien über die Reste hermachen. Dadurch entsteht eine große Menge Gas, das zu ernsthaften Beschwerden führen kann.
Die Unverträglichkeit von Fruchtzucker darf jedoch nicht mit der Fruchtzucker-Intoleranz verwechselt werden. Letztere tritt in der Regel schon im Säuglingsalter auf und wird konsequent behandelt. Besteht dennoch Unklarheit, hilft der sogenannte H2-Atemtest beim Arzt weiter. Nur, wenn wirklich eine Intoleranz vorliegt, ist der komplette Verzicht auf Fruchtzucker sinnvoll. Ohne diesen Befund sollte auf Obst nicht vollständig verzichtet werden, da man sonst langfristiger betrachtet sogar noch empfindlicher auf Fruchtzucker reagieren wird.
Fruchtzuckerunverträglichkeit und trotzdem Obst
Ist eine reine Unverträglichkeit festgestellt worden, so lässt sich durch eine relativ einfache Therapie ein normaler Obstgenuss wiederherstellen. Zunächst sollte man rund drei Wochen auf süße Nahrungsmittel mit Ausnahme von Bananen und blähenden Produkten wie Kohl oder Bohnen vollständig verzichten. In dieser Zeit kann sich der Darm beruhigen und regenerieren. Dann beginnt man, täglich ein Nahrungsmittel mit geringem Fruchtzuckeranteil zu sich zu nehmen und beobachtet seine Verträglichkeit. So kann man Stück für Stück eine gesunde Ernährung einstellen, ohne auf Obst zu verzichten. Für Menschen, die Fruchtzucker nur schwer vertragen, eignen sich besonders milde Früchte wie Aprikosen oder Pfirsiche. Diese sollten in kleinen Mengen keine weiteren Probleme mehr bereiten.
Fazit
Manchmal ist es paradox: Auf der einen Seite steht der Wille, sich durchaus gesund mit verschiedenen Obstsorten zu ernähren, auf der anderen Seite macht einem die Natur einen Strich durch die Rechnung. Da allerdings in vielen Fällen nur eine Unverträglichkeit vorliegt, muss man nicht dauerhaft auf Fruchtzucker verzichten. Vielmehr geht es dann darum, die richtige Menge an Fruchtzucker und das entsprechend richtige Obst für sich selbst zu finden. In solchen Fällen ist oftmals ein Gespräch bei der Ernährungsberatung sinnvoll. Hier erfährt man, welches Obst in Frage kommt und welche zusätzlichen Alternativen es für die gesunde Ernährung gibt.
Lesen Sie auch:
Die Erdbeere zählt zu den Rosengewächsen, ist als Königin der Früchte bekannt und zählt zum beliebtesten heimischen Obst gleich nach dem Apfel. Sie ist eine wahre Powerfrucht, immerhin hat sie bei nur 33 Kalorien pro 100 g eine Vielzahl an Mineralstoffen und Vitaminen zu bieten.
Weinwanderwege - ein Wanderführer durch deutsche Weinanbaugebiete
Vitamin E - Wofür ist es gut?
Tipps gegen Stressessen
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
|